Evaluation für die Praxis

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Evaluation im Setting

Gesundheitsförderung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie meist im Setting stattfindet. Der Begriff „Setting“ bezeichnet ein überschaubares sozialräumliches System (wie z.B. Kindergarten, Schule, Stadtteil, Betrieb) in dem Menschen ihren Alltagsaktivitäten nachgehen. Settingorientierte Interventionen basieren auf dem Grundgedanken, dass Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebensbereichen der Menschen direkt angesiedelt werden muss. Die Angebote und Maßnahmen müssen die strukturellen Bedingungen des Settings und die Lebensumstände der betreffenden Personengruppen berücksichtigen. Dies stellt vor allem die Ergebnisevaluation vor besondere Herausforderungen, weil es das Ziel der Gesundheitsförderung ist, komplexe Prozesse in Gang zu setzen und die Determinanten der Gesundheit zu beeinflussen. Für die Evaluation bedeutet dies, genau festzulegen, welche Effekte zu erwarten sind und hierbei nicht nur die gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen in den Blick zu nehmen, sondern auch z.B. strukturelle Veränderungen in dem Setting.

Der Settingansatz ist eine Kernstrategie der Gesundheitsförderung. Er wurde in den späten 1980er Jahren von der Weltgesundheitsorganisation entwickelt und gilt als Instrument zur Umsetzung der Ottawa Charta in die Praxis.

Letzte Bearbeitung: 01.03.2010



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