Evaluation für die Praxis

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Bei Kindern

Kinder sind eine zentrale Zielgruppe für Gesundheitsförderung und Prävention. Je früher Möglichkeiten eines gesunden Lebensstils vermittelt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser auch in Gewohnheiten übergeht.

Aus Sicht der einzusetzenden Evaluationsmethoden sind folgende Aspekte relevant.

Allgemein

  • Alle Erhebungsinstrumente müssen praktikabel und verständlich sein. Dazu muss der zeitliche Aufwand überschaubar sein.
  • Für jegliche Messungen/Erhebungen bei den Kindern ist stets die Einverständniserklärung der Eltern einzuholen.

Kinder bis 10 Jahre

  • Klassische Fragebogenerhebungen oder Interviews sind zur Erhebung von Veränderungen des Gesundheitsverhaltens bei kleinen Kindern selbst (unter 10 Jahre) nur bedingt anwendbar.
  • Erhebungen können dennoch stattfinden, indem z.B, LehrerInnen und dem Kind nahestehende (erwachsene) Familienmitglieder befragt werden oder indem Beobachtungen der Kinder systematisch festgehalten oder in Form eines Tests dokumentiert werden.

Kinder ab 10 Jahre

  • Fragebogenerhebungen und auch Interviews sind bei Kindern möglich, müssen aber speziell auf deren Wahrnehmung und kognitive Fähigkeiten angepasst werden.
  • Abhängig vom Thema der Erhebung stattfindet, besteht die Möglichkeit sozial erwünschten Antwortverhaltens, so dass gewisse Abweichungen bei den Fragestellungen bzw. im Wahrheitsgehalt der Antworten bei der Auswertung berücksichtigt werden müssen.
  • Erhebungen können ebenso wie bei Kindern unter 10 Jahre stattfinden, indem z.B, LehrerInnen und dem Kind nahestehende (erwachsene) Familienmitglieder befragt werden oder indem Beobachtungen der Kinder systematisch festgehalten oder sogar in Form eines Tests angestellt werden.

Wie kann dies in der Praxis aussehen?

Stellen Sie sich vor, Sie führen Bewegungsangebote im Kindergarten durch und möchten erfahren was diese bringen. Mit dem Bewegungstest MotKo können Sie das Bewegungsverhalten 4-6-jähriger Kinder erheben.

Aber auch Eltern bzw. Erziehungsberechtigte können verlässlich Auskunft über das Bewegungsverhalten von Kindern geben. Ein für diese Zwecke erprobtes Instrument ist z.B. der NPAQ-Fragebogen, mit dessen Hilfe mit geringem Aufwand Aussagen über die Aktivität von Kindern getroffen werden können.

Letzte Bearbeitung: 01.03.2010



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